Definition Was ist ein Hundeführerschein?


Ein Hundeführerschein ist ein Befähigungsnachweis für Hundehalter. Um ihn zu erlangen, muss der Halter zusammen mit seinem Hund eine Prüfung ablegen. Da es keine bundesweit einheitlichen Richtlinien gibt, legen Vereine und Verbände die Prüfungsinhalte individuell fest.

„Es gibt den Begriff ‚Hundeführerschein‘ so nicht“, erklärt Jörg Bartscherer, Geschäftsführer und Justiziar des Verbandes für das deutsche Hundewesen (VDH). „Wir als Verband bieten Hundehaltern mit unserem VDH-Hundeführerschein an, eine Sachkundeprüfung für kleines Geld abzulegen.“ Dabei legt der VDH drei Richtlinien fest:

  • Sachkunde des Hundehalters
  • Grundgehorsam des Hundes und
  • Sozialverträglichkeit des Hundes

Andere Verbände, die Hundeführerscheine anbieten und eigene Richtlinien aufstellen, sind zum Beispiel der BVZ  (Berufsverband zertifizierter Hundeschulen) oder der BHV  (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater). In einer theoretischen und praktischen Prüfung werden sowohl Hund und Hundehalter geprüft. Mitentscheidend ist auch das Zusammenspiel beider in verschiedenen Alltagssituationen.

 „Auch, wenn die Prüfung sehr ähnlich ist, ist der Hundeführerschein vom Sachkundenach­weis abzugrenzen“, so Bartscherer. Dieser unterliegt in Deutschland zwar auch keiner bundesweiten Pflicht, allerdings gibt es in einigen Bundesländern bestimmte Auflagen.

„Denn Hundegesetzgebung ist immer Ländersache. Niedersachsen hat 2013 beispiels­weise eine Pflicht zum Sachkundenachweis eingeführt.“